Hinter den Kulissen - Schanzenpräperation

Dank Frau Holle, Paul und Toni herrschen hervorragende Bedingungen zur Schanzenpräparation

Was für ein Start in die Vorbereitungen der diesjährigen Weltcup-Skispringen auf der Titlis-Schanze in Engelberg. Mit dem Wetterumsturz in der letzten November-Woche setzten in Engelberg nicht nur die Schneefälle ein, auch das Thermometer sank auf so tiefe Temperaturen, dass die Schneilanzen in Aktion gesetzt werden konnten. 


Darauf haben Schanzenchef Albin Amstutz und sein Team gewartet „endlich waren die Temperaturen tief genug, dass wir mit den Schneilanzen Schnee erzeugen konnten“, freut sich Paul Töngi, der zusammen mit seinem Bruder Toni Töngi in Engelberg seit nunmehr 20 Jahren als „Schneemacher“ im Einsatz steht. In dieser Zeit haben sich die beiden Brüder ein ungeheures Wissen angeeignet. Denn Schnee ist nicht gleich Schnee. Ab Minus fünf Grad erachten die beiden Schneemacher den Zeitpunkt als ideal, die Beschneiungsanlage in Betrieb zu setzen. Und je tiefer die Temperaturen, „umso besseren Schnee können wir produzieren.“ Nachtschichten gehören zur Tagesordnung. Immer wieder stehen Paul und Toni Töngi direkt unter die Lanze und lassen dabei den von ihnen maschinell erzeugten Schnee auf sich niederrieseln. Bleibt der Schnee an der Jacke kleben, „dann ist die Qualität eindeutig zu wenig gut und wir können die Maschinen stoppen und uns zur Ruhe legen“, erzählen die Beiden mit einem Schmunzeln. Von guter Qualität sprechen sie dann, wenn der der aus einem Wasser- und Luftgemisch erzeugte Schnee von der Jacke perlt. Und davon haben sie in den letzten kalten Tagen sehr viel produzieren können. 

Für die Präparation der grössten Skisprunganlage der Schweiz werden rund 4000 Kubikmeter benötigt. Diese Menge liegt nun bereit und kann ab sofort eingebaut werden. Als erstes wird der Schnee für die Anlaufspur eingebaut. Diese Arbeiten dauern rund eine Woche.

 


Ausgezeichnete Aussichten für den Weltcup 2015; 19./20. Dezember 2015


Wir erwarten auch dieses Jahr wieder Athleten aus über 20 Nationen am Weltcup-Skispringen. Alle Stars der Skisprungszene sind gemeldet - denn niemand kann es sich leisten, den letzten grossen Leistungstest vor der Vierschanzentournee zu verpassen. Einem unvergesslichen Skisprungfest in Engelberg steht nichts mehr im Weg!